Stromschulden – Stromtarif wechseln trotz negativer Schufa
Wenn Sie Ihren bisherigen Strom Tarif wechseln oder wenn Sie nach einem Umzug einen neuen Stromlieferungsvertrag abschließen wollen, prüfen die Stadtwerke oder auch andere Stromlieferanten Ihre Bonität, indem eine Schufa-Auskunft eingeholt wird.
Enthält Ihre Schufa negative Eintragungen, also beispielsweise die Kündigung eines Girokontos oder den Hinweis, dass Sie Ihre Handyrechnungen nicht bezahlt haben, wird Ihr Antrag meist abgelehnt. Zwar gehört die Stromlieferung zur Grundversorgung eines jeden Bürgers, dennoch haben Sie keinen unmittelbaren Anspruch, dass Sie beliefert werden.
Da diese missliche Situation immer mehr Menschen betrifft, bieten einige Stromversorger einen anderen Weg an. Sie können danach einen Strom Tarif wählen, bei dem Sie an den Stromlieferanten eine Vorauszahlung oder eine Kaution leisten. Damit hat der Stromlieferant die zunächst zeitlich befristete Sicherheit, dass die Lieferung von Strom bezahlt werden kann. Der Betrag braucht von ihm auch nicht verzinst zu werden. Sie müssen sich dann rechtzeitig vor dem Aufbrauchen des vorausbezahlten Betrages darum kümmern, dass Sie eine erneute Vorauszahlung leisten, um die fortlaufende Versorgung mit Strom sicher zu stellen. Eine andere Möglichkeit zur Stromlieferung kann darin bestehen, dass Ihnen in Ihrem Haus oder Wohnung ein besonderer Stromzähler eingerichtet wird, den Sie mit Münzen bedienen. Sie bezahlen dann Ihren Strombedarf direkt vor Ort. Werfen Sie kein Geld ein, ist die Stromzufuhr gesperrt.
Im übrigen sollten Sie sich eine Eigenauskunft Ihrer Schufa besorgen. Je nachdem welche Eintragung enthalten ist, lässt sich die Situation gegebenenfalls im direkten Gespräch mit dem Stromversorger erklären und dennoch eine Lösung für einen Strom Tarif finden. Notfalls müssten Sie den Strom Tarif auf eine andere Person laufen lassen.

21. Apr, 2011 
Kommentare sind geschlossen.